BTHG - Jetzt handeln!

Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) ist das Gesetz zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung. Es regelt das Recht für alle Menschen mit Behinderung neu.

Die Veränderungen, die sich daraus ergeben, sind sehr komplex. Mit dieser Seite " BTHG - Jetzt handeln!" begleiten wir Sie in den nächsten Wochen und Monaten. Unser Ziel ist es, Sie umfassend zu informieren und zu beraten, damit Sie alle gewünschten und notwendigen Teilhabeleistungen erhalten.

Hier finden Sie Ansprechpartner, Informationsmaterial und Veranstaltungshinweise.

Klare Aussagen und offene Fragen

Die nächste Stufe des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) soll am 1. Januar 2020 in Kraft treten: Die Trennung der Sozialhilfe und der Eingliederungshilfe. Es gibt noch immer offene Fragen aber auch schon klare Aussagen.

Weniger Verwaltung bei der Grundsicherung

Die Grundsicherung und die dazugehörigen Mehrbedarfe für die derzeitigen Bewohner unserer gemeinschaftlichen Einrichtungen müssen zum 1. Januar 2020 nicht beantragt werden. Nur wenn eine kostenaufwendige Ernährung nötig ist (z.B. bei Dialysediät oder Zöliakie), muss die Grundsicherungsabteilung informiert werden. Hier reicht aber eine ärztliche Bestätigung.

Die Sozialhilfe, also Grundsicherung oder Hilfe zum Lebensunterhalt, kann direkt an die Wohneinrichtung ausgezahlt werden. Die Wohneinrichtung würde dann die Barmittel der Bewohner verwalten. Dazu haben wir die Mustervorlage „Bitte um Direktzahlung" auf unserer Webseite für Sie bereit gestellt. Wichtig: Bis spätestens Anfang November beim Landratsamt abgegeben!

Achtung

Rente, Kindergeld und Wohngeld werden ab dem 1. Januar 2020 auf das Konto des Menschen mit Behinderung überwiesen. Wichtig: Teilen Sie der deutschen Rentenversicherung (EU-Rente) und der zuständigen Wohngeldstelle die aktuelle Kontonummer des Mensch mit Behinderung mit. Teilen Sie der Familienkasse mit, dass das Kindergeld auf das Konto der Eltern überwiesen werden muss, da es auch als Einnahme der Eltern gilt!

Wann müssen Assistenzleistungen neu beantragt werden?

Bereits bewilligte Assistenzleistungen werden werden auch über den 1. Januar 2020 hinaus unverändert weiter gewährt., d.h. Sie müssen die Leistungen nicht neu beantragen.

Bei erstmaliger Inanspruchnahme von Assistenzleistungen oder wenn Sie für sich bzw. Ihren Betreuten einen höheren Bedarf an Assistenz sehen und diesen geltend machen wollen, müssen Sie einen Antrag bei der Eingliederungshilfe stellen. Der Bedarf wird dann nach dem Ihnen bekannten veränderten Verfahren festgestellt.

Endet ein Kostenbewillungszeitraum für Assistenzleistungen, so muss, wie bisher eine Kostenverlängerung beantragt werden. Der Assistenzbedarf wird dann über das Ihnen bekannte neue Verfahren ermittelt.

Die genauen Regelungen hat der Träger der Eingliederungshilfe noch nicht festgelegt. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

 


Neuerungen auch beim Mittagessen in der WfbM und in der Tagesbetreuung

Mittagessen in der WfbM, in der Förder- und Betreuungsgruppe (FuB) oder in der Tagesbetreuung teilnehmen will, muss das bis Ende des Jahres dem zuständigen Sozialdienst melden. Aktuell klären wir, wie wir intern die Abrechnungsabläufe gestalten. Der Sozialdienst unserer Lebenshlfe wird die betroffenen Menschen mit Behinderung sowie die Rechtlichen Betreuer persönlich anschreiben und über den aktuellen Stand und die weitere Vorgehensweise informieren.



Kontakt

Ihre Anprechpartnerin zur Grundsicherung und Beratung allgemein
Bianca Bernholz
T +49 781 12960-170
E-Mail

Ihre Anprechpartnerin zu Assistenzleistungen
Sandra Lehmann
T +49 781 9544-13
E-Mail

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