Inklusives Sommerfest feiert "einfach, barrierefrei"

Die Ortenau Schritt für Schritt barrierefreier zu machen – das ist das Ziel des Projekts „einfach, barrierefrei“ der Lebenshilfe Offenburg-Oberkirch-Lahr e.V. Gemeinsam mit den jüngst ausgezeichneten Betrieben feierte die Lebenshilfe am Mittwochabend, 24. Juni, in ihrer Begegnungsstätte in der Kinzigstraße die bisherigen Erfolge des Projekts. Im Mittelpunkt standen dabei das neu entstandene Internetportal zur Barrierefreiheit in der Ortenau sowie die Menschen, die sich für mehr Teilhabe engagieren.

Das Projekt und das neue Internetportal leben vom Mitmachen. Unternehmen, Vereine und Organisationen sind eingeladen, ihre barrierefreien Angebote sichtbar zu machen und sich um das Label „einfach, barrierefrei“ zu bewerben. Wer die Auszeichnung erhält, wird zugleich in das Internetportal aufgenommen.

In seiner Ansprache betonte der Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe, Achim Feyhl, dass es bei der Auszeichnung nicht um Perfektion gehe. Nicht jede DIN-Norm müsse erfüllt werden, um das Label zu erhalten. Vielmehr solle das Projekt vorhandene Angebote sichtbar machen und dazu ermutigen, weitere Schritte in Richtung Barrierefreiheit zu gehen. „Von Barrierefreiheit profitieren alle. Deshalb gilt: Tust Du etwas für Menschen mit Behinderung, machst Du es für alle“, sagte Feyhl. Gleichzeitig äußerte er den Wunsch, dass das Projekt über die Grenzen der Ortenau hinaus als Vorbild dienen könne.

Das Projekt „einfach, barrierefrei“ steht unter der Schirmherrschaft von Landrat Thorsten Erny. Die Grüße des Landrats überbrachte Sozialdezernent Heiko Faller. In seiner Gastrede hob er die Bedeutung von Inklusion und Teilhabe in allen Bereichen der Gesellschaft hervor. „Jedes vergebene Label steht für einen ganz konkreten Schritt hin zu einem inklusiveren Ortenaukreis. Es zeigt: Barrierefreiheit ist keine Theorie, sondern ganz praktisch machbar – oft einfacher, als man denkt“, so Faller.

Wie Inklusion im Arbeitsleben erfolgreich umgesetzt werden kann, zeigte der anschließende Inclusion Walk im Garten der Begegnungsstätte. An verschiedenen Ständen präsentierten Unternehmen und Gruppen der Lebenshilfe ihre Arbeit und gaben Einblicke in unterschiedliche Formen gelebter Inklusion.

Neben den Werkstätten für Menschen mit Behinderung stellte sich auch die integrierte Dienste gGmbH vor. Das Unternehmen der Lebenshilfe beschäftigt Menschen mit und ohne Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Mit Angeboten von Elektriker- und Malerarbeiten über digitale Dienstleistungen bis hin zu Catering zeigt das Unternehmen täglich, wie inklusive Beschäftigung gelingen kann.

Für die musikalische Umrahmung sorgte die inklusive Band „Emma & Friends“, die mit ihren bekannten Songs für eine stimmungsvolle Atmosphäre im Garten des Begegnungszentrums sorgte.

 

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